| Eindrücke
- April 2003
"Wir fahren mit Mme. Florine, der Präsidentin von ACBHM, sofort
aufs Land und besuchen die Schüler in der „classe camping“,
also im Schullandheim. Fast alle Schüler sind mitgefahren aufs Land,
einige spielen Basketball, andere bereiten das Essen zu, wieder andere
lassen es sich einfach gut gehen in der Sonne. Alles Personal ist aus
Antananarivo angereist, bis zur Küchenhilfe. Mme.Florine wirkt sehr
engagiert und tatkräftig. Sie berichtet, dass die Mehrzahl der Schüler
von CEPAHM zu ACBHM gewechselt sind und bereits wieder Wartelisten bestünden.“
„Empfang der Schüler im „quartier“; Zeugnisausgabe,
einige Eltern sind da, Abschiedsfeier (alle, besonders aber die Kleinsten,
sind stolz auf ihre Zeugnisse). Zur Belohnung gibt es je einen Becher
Cola oder Sprite pro Schüler, dann Verabschiedung in die Ferien,
alle freuen sich. Die Eltern bedanken sich noch ganz herzlich für
die Hilfe, die von BAOBAB kommt."
(aus dem Bericht von Dr. Monika Christoph)
"Beobachtungen zu einem Besuch einer Schule für geistig Behinderte
in Tananarive am 15.April 2003
Gebäude/Einrichtung
- sauber, aufgeräumt, viele Poster, funktionale Ordnung
- für unsere Verhältnisse winzig klein (platzsparende Hocker!)
- Ostergrüße an den Wandtafeln
Lehrer/Schüler
- freundschaftliches, liebevolles Verhältnis
- es herrscht Disziplin (Verteilen der Zeugnisse/Getränkeausgabe/Busfahrt/Verteilen
der Sonderration)
- keine Außenseiter
- Lehrer kennen die Schüler und die Behinderungen gut (Hilfestellungen)
Lehrer/Lehrer
- verstehen sich „blind“ untereinander
- verfolgen eine Linie
Lehrer/Eltern
- praktizierte Zusammenarbeit
- Eltern holen ihre Kinder ab
- Die Schwester eines Schülers arbeitet ehrenamtlich mit
- Freundlich, nicht aufgesetzt, unkompliziert
Arbeit
- jeder Schüler hat mehrere Hefte (verschiedene Fertigkeiten werden
geübt)
- Hefte werden regelmäßig kontrolliert (positive Verstärkung)
- Handarbeiten
- Geordnetes Singen und Beten
Fazit: Eine gut funktionierende Einrichtung mit Kindern
aller Altersstufen und verschiedenen und unterschiedlich starken Behinderungen."
(ein Blick von außen, aufgeschrieben von zwei Berliner
Touristen)

"Sie belegen den ersten und zweiten Stock eines Hauses (4 Klassenräume
und einen kleinen Aufenthaltsraum). Die Treppen sind sehr steil. Der Hof
ist zu klein, um genutzt zu werden. Die Räume sind nett hergerichtet.
Mme. Florine hat als Präsidentin gute Autorität beim Personal.
Sie will mit UNICEF arbeiten und sucht weitere Partner, weil Eltern bei
Krankheit ihres Kindes die Schulgeldzahlungen oft einstellen. Das Viertel
Andavamamba ist schlimm und es ist gut, dass die Kinder nicht auf der
Straße sind, wo sie verkommen würden. Ich wünsche Ihnen
guten Mut bei der Motivierung von Spendern!"
(Auszug aus einem Brief von Elsa Behr, Gattin des deutschen
Botschafters)
"Hier (in der
Werkstatt von ACBHM) habe ich Madagaskar von einer sehr guten Seite kennen
gelernt: zielstrebig, seriös, solide, am Wohlergehen der Gemeinschaft
orientiert und nicht nur am eigenen Wohl. Für meine Motivation war
es jedenfalls sehr wichtig, die Schüler „lebendig“ wieder
einmal gesehen zu haben, um die Bedeutsamkeit unserer Arbeit hier einschätzen
und weitervermitteln zu können. Ich bin hell begeistert von der angenehmen
Atmosphäre dort. Der Raum ist hell, sauber, freundlich, mit einigen
Tischen und Stühlen ausgestattet. Die anwesenden Schüler arbeiten
jeweils an einer Strohtasche, mit unterschiedlicher Unterstützung,
innerhalb der Arbeitsschritte recht selbständig, kompetent und gewissenhaft.
Sie scheinen sich sehr für ihre Arbeit zu interessieren, der Umgang
der Mitarbeiter mit ihnen ist ruhig, höflich und stressfrei. Frau
Behr betonte, dass die Regelmäigkeit und Gewissheit der Unterstützung
von BAOBAB für ACBHM überlebensnotwendig sind, weil nur mit
diesen regelmäßigen Summen der Betrieb geplant werden kann."
(aus dem Bericht von Dr.Monika Christoph, April 2003)
Deswegen wollen wir als Verein „BAOBAB – soziale
Arbeit e.V.“ ACBHM in Madagaskar auch weiterhin unterstützen.
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